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Grundbedürfnisse des Säuglings

Die Bedürfnishierarchie ist ein Konzept, das von dem amerikanischen Psychologen Abraham H. Maslow (1908-1970) entwickelt wurde. Dieses Konzept geht davon aus, dass die Bedürfnisse der Menschen hierarchisch aufgebaut sind und stufenweise angestrebt werden.

Basis der Bedürfnishierarchie sind die körperlichen Bedürfnisse nach Trinken, Nahrung, Schlaf, etc. Es folgt das Bedürfnis nach Sicherheit, nach sozialer Zugehörigkeit, nach Ansehen und an oberster Stelle nach Selbstverwirklichung. Maslow ging davon aus, dass erst dann, wenn die jeweils untere hierarchische Ebene befriedigt ist, die nächsthöhere für das Individuum von Interesse ist, d.h., erst wenn der Mensch seine niederen Bedürfnisse erfüllt hat, kann er sich den nächsthöheren zuwenden.

 

Die Maslow-Pyramide der Bedürfnisse

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Wird ein Bedürfnis nicht ausreichend befriedigt, kann sich der Mensch nicht weiterentwickeln und es kann zu Krankheiten oder Persönlichkeitsstörungen kommen. Allerdings können diese Zustände auch bei Überfluss der Befriedigung der Bedürfnisse eintreten. Dies spielt eine wichtige Rolle beim Säugling.

Ein Neugeborenes befindet sich auf der untersten Ebene, der physiologischen Grundbedürfnisse, und kann nur dann überleben, wenn es diese befriedigt bekommt. Diese stellen sich wiederum hierarchisch, d.h. mit folgender Wertigkeit, dar:

  1. Luft
  2. Wärme
  3. Wasser
  4. Schlaf/Ruhe
  5. Nahrung
  6. Licht
  7. Körperkontakt
  8. Pflege

Ohne Luft könnte ein Säugling nur wenige Minuten überleben, ohne Wärme einige Stunden. Wasser  und Schlaf  könnte er eventuell wenige Tage entbehren und Nahrung und Licht sogar 1-2 Wochen. Ohne Körperkontakt  und Pflege könnte der Säugling notfalls einige Monate überleben, würde dann aber langsam sterben.

Bei Überfluss der Befriedigung der physiologischen Bedürfnisse kommt es häufig dazu, dass ein Kind zu jeder Gelegenheit Nahrung angeboten bekommt. Oft wird dabei nicht abgewartet, bis das Kind Hunger oder Durst hat. Es bekommt auch etwas angeboten, obwohl es vielleicht einfach nur müde oder überreizt vom Tag ist. Damit fühlt sich ein Kind unverstanden und fängt erst recht an, unruhig oder quengelig zu werden. Leider herrscht in unserer Gesellschaft die Meinung vor, dass nur ein nicht weinendes Kind ein glückliches Kind ist. Schaut man jetzt wieder auf die Grafik der Bedürfnishierarchie, so wird leicht verständlich, dass Hunger und Durst nicht die einzigen Bedürfnisse eines Kindes sind. Diese Sichtweise den Eltern nahe zu bringen, ist häufig  der erste Ansatzpunkt meiner Behandlung, wenn ein unruhiges und viel weinendes Baby bei mir vorgestellt wird.

 

 

 
 

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Letzte Aktualisierung: 08.10.2018
 

 

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